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Geschichte 362019-03-19T10:43:59+02:00

Geh im Tempo deiner Seele

Ausgelöst durch drei Schwangerschaften, sowie mehrere Traumata erkrankte ich an mehrere Krankheiten und hatte eine Operation nach der anderen. Eines Tages, ich hatte ich mein Höchstgewicht schon längst überschritten (Kleidergröße 44 bei 70 kg) fühlte mich nicht mehr wohl in meiner Haut. Diät wollte ich keine machen. Sehr schnell abnehmen und danach wieder mehr zunehmen, das konnte ich bei meiner Mutter immer wieder beobachten!

Deshalb suchte ich nach einem passenden Buch. In einer Buchhandlung wurde ich dann auf das Lebe Leichter Buch aufmerksam. Kurz drauf traf ich auf dem Spielplatz eine junge Frau (Eva-Maria Thomas), die auf dem Boden lag und im gleichen Buch las. Ich sprach sie darauf an. Sie erzählte mir damals, dass sie sich in dem Bereich fortbildet und es geplant wäre, hier einen Kurs anzubieten. Bald darauf meldete sie sich bei mir und ich konnte den ersten Kurs bei ihr und Uli May-Schuster besuchen. Leider waren damals alle anderen erfolgreicher als ich, was mich sehr frustrierte. Aber die liebe Uli baute mich auf und sagte, dass ich es auch noch schaffen würde, auch wenn es wegen meinen Medikamenten und schlaflosen Nächten (unter denen ich leider immer wieder sehr lange zu kämpfen habe), länger brauchen würde. Sie bot mir an, bei ihr ein Telefoncoaching zu machen. Sie machte mir Mut, indem sie mich bestärkte, einfach alles in meinem eigenen Tempo umzusetzen, so, wie es zu mir passt.

Ausgelöst durch den Kurs und geistliche Impulse, verlies ich damals eine Sekte, in der ich seit Kindheit war und suchte mir eine Gemeinde, die zu mir passt. Das war das beste, was mir passieren konnte. Endlich habe ich eine geistige Heimat gefunden, wo ich das erste Mal, trotz meiner Erkrankungen, angenommen wurde.

Im Januar 2018 meldete ich mich deshalb nochmals zu einem Telefoncoaching bei ihr an. Im Februar hatte ich wieder eine Operation, die leider mit Komplikationen verlief.

Die liebe Uli schrieb mir immer wieder mal liebe Inputs – auch wenn ich sehr frustriert war. Dann sagte sie eines Tages den Satz zu mir, der mich am meisten motiviert hat: Heike, egal wie langsam du bist, du bist immer schneller, als die Person, die nur auf der Coach liegt. Daraufhin holte ich mir damals eine Fitnessuhr. Und ging raus. Das erste Mal war ich nach 30 Minuten – wo ich leider nicht sehr weit kam – richtig fertig. Aber es ging weiter. Die Uhr spornte mich auch an. Meldete sich immer, dass ich mich bewegen soll. Außerdem setze ich den Rat um mit dem Trinken. Das war auch was Anspornendes. Als ich Uli fragte, was ich gegen den Heißhunger machen sollte – ihre Antwort: Trinken, trinken, trinken. Dann setzte ich den Rat von dem ersten Kurs, den ich damals besucht hatte, um. Der war, dass man öfters, statt des Autos das Fahrrad oder die Füße nehmen soll. Ich wurde immer fitter und stolzer.

Ein halbes Jahr später nahm ich allen Mut zusammen und meldete mich in einem Fitnessstudio an. Auch dort wurde ich weiter bestärkt und motiviert. Dann gönnte ich mir eine neue Friseurin und Tpyberatung. Und nun kann ich heute sagen,  dank der vielen Helfern und richtigen Leuten habe ich sogar mehr als mein Traumziel erreicht. Habe jetzt 58,3 Kilo und Kleidergröße 38. Außerdem trete ich dank den lieben Leuten jetzt selbstbewusster auf und habe sogar meine Traum Ehrenamtsstelle bekommen. Auch wenn ich leider wieder dieses Jahr in Reha muss, bin ich allen sehr dankbar. Das Beste ist auch, dass ich sogar die Betablocker komplett absetzen konnte und nur noch eine geringe Dosierung an Antidepressiva brauche.

Auch wenn ich entsprechend dem Tempo meiner Seele länger gebraucht habe, die Hauptsache war, endlich mal wieder ein gesetztes Ziel in meinem Leben zu erreichen. Das tut so gut. Denn es war schon ein harter Schlag für mich, als ich erfahren habe, dass ich nie wieder gesundwerden würde und nun dauerhaft berentet bin. Aber dank dem Lebe Leichter Kurs fühle ich mich jetzt trotzdem endlich wieder als Mensch und sogar das erste Mal als Frau. Da mein mittlerer Sohn im Mai jetzt dieses Jahr konfirmiert wird, werde ich mich sogar mal trauen, mir ein kurzes Kleid zu kaufen.

Heike W. März 2019