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Geschichte 24 2017-10-20T12:14:32+00:00

Lebe-leichter mit Männern?

Eigentlich hatte sich in den vergangenen 10 Jahren nichts wirklich an meinen
Essgewohnheiten verändert, dachte ich. Kein Grund zur Sorge also. Süßigkeiten waren seit
meiner Jugend zwar ein kleines Laster für mich. Aber im Gegenzug war und blieb Sport, viele
Jahre mit Joggen, später mit Walken, ein wichtiger Bestandteil meiner Freizeit. Und eigentlich
fühlte ich mich auch noch ganz gut in Form. Das Statement meiner Hausärztin beim
Gesundheits-Check ließ mich aus diesen Gedanken aufschrecken: Die Werte meiner
Blutuntersuchung seien jetzt endgültig so, dass man mit einer Hand voll Medikamente
deutlich gegensteuern müsse. Vielleicht aber könnte auch 5 kg abnehmen da Wunder wirken!
Trotz oder gerade wegen der unveränderten Gewohnheiten, hatte ich mit den Jahren
schleichend an Körpergewicht zugelegt und zuletzt fast die 100 kg Marke erreicht. Was zu
viel war, war jetzt zu viel! Was tun? Noch mehr Sport war im Alltag nicht so einfach
unterzubringen. Weniger essen oder auf Süßigkeiten verzichten, konnte ich nicht. Hier war
mehr als nur eine leichte Korrektur erforderlich. Das wurde mir klar und das schreckte mich
gleichzeitig auch ab.

Schon seit Monaten schwärmte mir meine Frau von einem „lebe leichter“-Kurs vor. Der hätte
schon einigen Frauen im Bekanntenkreis nachdrücklich geholfen. Aber was sollte ich „allein
unter Frauen“!?
Schließlich wurde der Leidensdruck so groß, das ich Anfang 2017 eine „lebe leichter“- Info-
Veranstaltung besuchte und mich dort kurz entschlossen auch zum Kurs anmeldete. 5 kg in 12
Wochen erschien mir damals einerseits als Minimal-Ziel, gleichzeitig aber eher
unwahrscheinlich. Man(n) würde ja sehen!

Den Start empfand ich noch bedenklich: 9 Frauen und (mit mir) 2 Männer in der Gruppe!
Wenigstens war ich als Mann nicht ganz alleine.

Aber die Regeln von „lebe leichter“ leuchteten mir ein und waren so übersichtlich, das man(n)
sie auch einhalten konnte. 3 Mahlzeiten, viel trinken, Sport beibehalten oder ausbauen…
Dafür kein spezielles Essen, kein Kalorien zählen, keine Präparate. Die „Nebenwirkungen“
der ersten Woche waren zwar herausfordernd aber ertragbar und wurden in den Folgewochen
immer besser beherrschbar. Der Austausch in der Gruppe von Mann zu Mann oder von Frau
zu Mann war von Verständnis geprägt und hilfreich.

Heute bin ich sehr, sehr dankbar für das mit „lebe-leichter“ erreichte! Ich habe in 12 Wochen
nicht nur 15(!)kg, sondern auch den größten Teil meines „Medikamenten-Cocktails“ verloren.
Und ich habe ein Verhalten gelernt, mit dem ich mein neues Körpergewicht und Lebensgefühl
auch halten kann. Seit 10 Jahren das erste Mal wieder „Bikini-Figur“! Man sieht, etwas hat
der weibliche Slang doch abgefärbt…

Helmut